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Breitbandantibiotikum

Ein Breitbandantibiotikum ist ein Antibiotikum, das gegen eine Vielzahl verschiedener krankheitsverursachender Bakterien hilft. Es wird nur in speziellen Fällen eingesetzt.

Was ist ein Antibiotikum?

Die Entdeckung und Anwendung von Antibiotika ist eine der bedeutendsten medizinischen Errungenschaften, da mit ihnen Krankheiten, wie z. B. Lungenentzündungen, geheilt werden können, die früher lebensbedrohlich oder sogar tödlich waren.

Bei Antibiotika handelt es sich um natürlich gebildete Stoffwechselprodukte von Bakterien und Pilzen, die in geringer Konzentration verabreicht, das Bakterienwachstum hemmen oder diese abtöten. Daher helfen Antibiotika auch nur bei bakteriellen Infektionskrankheiten und nicht, wie häufig angenommen wird, bei Viruserkrankungen wie z B. einer Grippe.

Ein bakterieller Infekt kann nur mittels eines mikrobiologischen Abstrichs durch einen Arzt ermittelt werden. Ein Ergebnis mit dem genauen Erreger kann schon nach einigen Stunden vorliegen, wenn der Arzt ein eigenes Labor hat. Spätestens nach 24 Stunden erhält man auch aus externen Laboren die Resultate.

Was ist ein Breitbandantibiotikum?

Ein Breitbandantibiotikum wird gegen verschiedene bakterielle Erreger eingesetzt

Ein Breitbandantibiotikum wird gegen verschiedene bakterielle Erreger eingesetzt

Ein Breitbandantibiotikum ist ein Wirkstoff, der gegen ein breites Spektrum von bakteriellen Krankheitserregern eingesetzt werden kann. Ist der Keim der Infektion ermittelt, wird vom Arzt in der Regel ein spezielles, auf diesen Erreger abgestimmtes, Antibiotikum verschrieben.

Wenn der genaue Erreger aber noch nicht bekannt ist und der Gesundheitszustand des Patienten es erfordert, ist für die ersten 24 Stunden ein Breitbandantibiotikum sinnvoll. Dieses wird, wenn der Erreger bestimmt ist, durch das spezielle Antibiotikum ersetzt.

Die Gabe eines Breitbandantibiotikums ist außerdem dann zweckmäßig, wenn bei einer Infektionskrankheit mit verschiedenen krankheitsverursachenden Bakterien zu rechnen ist. Ein typisches Breitbandantibiotikum für die Bereiche Bindehautentzündung, Hornhautentzündung, Ekzeme und Hautentzündungen ist Chloramphenicol.

Das sollte man über Antibiotika bzw. Breitbandantibiotikum wissen

Damit ein Antibiotikum bzw. Breitbandantibiotikum richtig wirkt und es auch keine Folgeprobleme gibt, muss man die Einnahmevorschriften korrekt befolgen. Hierzu gehören u. a. die Einhaltung der vorgeschriebenen Abstände zwischen den Einnahmen, Befolgung genauer Einnahmezeitpunkte und die Vermeidung des gleichzeitigen Verzehrs von Lebensmitteln, wie z. B. Milch, die die Wirkung des Antibiotikums mindern können.

Der häufigste Fehler, der gemacht wird, ist, dass Patienten das Medikament zu früh absetzen, weil es ihnen schon besser geht. Ein Antibiotikum muss aber bis zum Schluss bzw. nach Packungsbeilage eingenommen werden, da sonst widerstandsfähige Bakterien überleben können und gegen das Mittel resistent, also unempfindlich, werden. Dies hat zur Folge, dass das Antibiotikum bei diesem Patienten nicht mehr gegen den entsprechenden Erreger hilft. Es gibt sehr unterschiedliche Nebenwirkungen der Antibiotika.

Auch die dauerhafte und unüberlegte Gabe eines Breitbandantibiotikums führt zu solchen Resistenzen. In der Veterinärmedizin, v. a. im Nutztierbereich, werden Antibiotika oft auf Verdacht frühzeitig eingesetzt, um eine Ausbreitung von Bakterien zu verhindern und die Qualität von Fleisch, Milch und Eiern zu sichern.

Aufgrund der verbreiteten und unkritischen Anwendung in der Tierhaltung, kommt es auch hier zu resistenten Erregern. Je mehr Resistenzen bestehen, umso schwieriger wird die Behandlung bakterieller Infektionen.