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Wie behandelt man Infektionskrankheiten?

Übertragungswege von Infektionskrankheiten

Infektionskrankheiten können durch Viren, Bakterien oder Pilze ausgelöst werden. Die Krankheitserreger können über die Luft in die Atemwege gelangen, mit der Nahrung und Wasseraufnahme in den Verdauungstrakt aufgenommen werden oder durch direkten Kontakt über die Hände als Schmierinfektion, mangelnde Hygiene oder den Austausch von Körperflüssigkeiten z.B. beim Geschlechtsverkehr in den Körper eindringen.

Bekämpfungs-möglichkeiten von Infektionskrankheiten

Durch Viren ausgelösten Infektionskrankheiten lässt sich am effektivsten durch eine Schutzimpfung mit Antigenen vorbeugen, welche durch die Bildung von Antikörpern das körpereigene Immunsystem stärkt. Bleibt dafür nicht genügend Zeit, so kann eine Behandlung mit Virostatika helfen, die Vermehrung der Viren zu hemmen.

Hartnäckige Infektionskrankheiten, die durch Pilze wie Candida albidans, Schimmel- und Hautpilze ausgelöst werden, erfordern eine langwierige Therapie mit antimykotischen Substanzen.

Bakterielle Infektionskrankheiten können durch Antibiotika bekämpft werden. Diese Bakterien gelangen teilweise erst als Sekundärinfektion nach einer Schwächung durch Viren in den Körper. Zudem verursachen viele Bakteriosen ein eher unspezifisches Krankheitsbild. Daher wird zur Therapie häufig ein Breitbandantibiotikum eingesetzt. Dies kann allerdings zur Folge haben, dass damit die Resistenzbildung der Bakterien gegen Antiobiotika stark gefördert wird.

Solche durch weitgehend resistente Bakterienstämme ausgelöste Infektionskrankheiten sind dann besonders schwer zu bekämpfen. Dies ist ein Problem, welches vor allem in der Krankenhaushygiene bei der Verhütung und Bekämpfung nosokomialer Infektionen eine zunehmende Rolle spielt.

Chloramphenicol – ein Breitbandantibiotikum mit Nebenwirkungen

Infektionskrankheiten wie Malaria werden mit Chloramphenicol behandel

Infektionskrankheiten wie Malaria werden mit Chloramphenicol behandel

Ein seit langem eingesetztes Antibiotikum ist Chloramphenicol, ursprünglich aus dem Pilz Streptomyces venezuelae gewonnen, heute aber nur noch synthetisch hergestellt. Es wird sowohl in der Human- als auch in der Veterinärmedizin als Breitbandantibiotikum verwendet. Es wirkt bakteriostatisch, indem es die Eiweißbildung der Bakterien hemmt.

Es wurde früher häufig zur Bekämpfung von Salmonellen und Shigellen eingesetzt. Als unerfreulicher Nebeneffekt haben die Bakterien in hohem Maße resistente Stämme entwickelt.

Mögliche schwerwiegende Nebenwirkungen, wenn auch selten bis sehr selten, resultieren aus der Unterdrückung der Bildung von Hämoglobin und Erythrozyten, den roten Blutkörperchen, welche bis zur aplastischen Anämie führen kann, die in mehr als 50% der Fälle tödlich ausgeht.

Chloramphenicol hemmt außerdem Enzyme, die für den raschen Abbau von Medikamente und Schadstoffe im Körper sorgen. Daher wird Chloramphenicol heute nur noch als Reserveantibiotikum in besonders schwer zu bekämpfenden Infektionskrankheiten wie Malaria, Diptherie und Typhus eingesetzt.

Chloramphenicol wird auch von der Planzenta und Muttermilch aufgenommen. Es darf daher auf keinen Fall während der Schwangerschaft und Stillzeit verabreicht werden.